Willkommen im Medical Valley-Netzwerk, Sembach GmbH & Co. KG!  

Sembach ist ein familiengeführter Spezialist für Technische Keramik und entwickelt sowie fertigt maßgeschneiderte keramische Bauteile – von Prototypen bis zur Großserie. Dabei verbindet das Unternehmen 120 Jahre Erfahrung mit modernster Technologie, hoher Fertigungstiefe und individuellen Lösungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus.  

In einem Interview mit Anna Sembach erfahren wir mehr über das Unternehmen.  

Wofür steht Sembach heute als Spezialist für Technische Keramik, und was zeichnet Ihr Unternehmen im Markt besonders aus? 

Sembach fertigt kundenspezifische Präzisionsbauteile aus Technischer Keramik, für Anwendungen in der Medizintechnik. Beispiele aus unserer Fertigung sind keramische Miniaturdurchführungen für Herzschrittmacher sowie Komponenten für Endoskope.  

Wir bilden den gesamten keramischen Herstellungsprozess im eigenen Haus ab. Dazu gehören die Werkstoffaufbereitung, verschiedene Formgebungsverfahren, die thermische Behandlung, Nachbearbeitung und Qualitätssicherung. 

Unsere Erfahrung reicht von der technischen Beratung in der Projektphase bis zur industriellen Serienfertigung. So können wir unsere Kunden bereits in der Entwicklungsphase umfassend unterstützen – von der fertigungsgerechten Auslegung der Bauteile bis hin zur optimalen Umsetzung in der keramischen Fertigung.

Sie verbinden langjährige Erfahrung mit modernster Technologie. Wie haben sich Ihre Fertigungsprozesse und technologischen Kompetenzen in den letzten Jahren weiterentwickelt?

Sembach hat in den vergangenen Jahren gezielt in moderne Fertigungstechnik und die Weiterentwicklung bestehender Prozesse investiert. Ein Schwerpunkt liegt auf dem keramischen Spritzguss und insbesondere auf dem Mikrospritzguss. Damit lassen sich anspruchsvolle Bauteilgeometrien präzise und in Serie herstellen. 

Gleichzeitig wurden Fertigungsabläufe stärker automatisiert und interne technologische Kompetenzen weiter ausgebaut. Dazu gehört auch, beteiligte Mitarbeitende gezielt für neue Verfahren, Anlagen und veränderte Prozessanforderungen zu qualifizieren.

Ihre hohe Fertigungstiefe und Eigenentwicklungen im Maschinenpark ermöglichen maßgeschneiderte Lösungen. Wie profitieren Ihre Kund:innen konkret davon?

Für unsere Kund:innen bedeutet die hohe Fertigungstiefe vor allem kurze Abstimmungswege und flexible Reaktionsmöglichkeiten. Bei Sembach greifen Werkzeugbau, Anlagenbau und Prozessentwicklung eng ineinander und ermöglichen so eine optimal aufeinander abgestimmte Fertigung. 

Gerade in der Entwicklungsphase ist das ein Vorteil. Ändert sich beispielsweise eine Bauteilgeometrie, können wir bewerten, welche Auswirkungen das auf Werkzeug und Fertigungsprozess hat und wo technische Hürden entstehen können. So lässt sich die Herstellbarkeit eines Bauteils frühzeitig und fundiert einschätzen. 

Eigene Lösungen im Maschinen – und Anlagenbereich erweitern zudem die Möglichkeiten, wenn vorhandene Standardtechnik für eine Aufgabenstellung nicht ausreicht.

Sie begleiten Ihre Kund:innen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Wie sieht diese Zusammenarbeit in der Praxis aus, von der Idee bis zur Serie?

Die Zusammenarbeit beginnt je nach Projekt an unterschiedlichen Punkten. Manche Kund:innen kommen bereits mit einer konkreten Bauteilzeichnung auf uns zu, andere zunächst mit einer funktionalen Anforderung. 

Zu Beginn beraten wir zur Werkstoffauswahl, keramischen Auslegung und Herstellbarkeit. Je nach Projekt folgen Muster oder Prototypen, mit denen sich der vorgesehene Fertigungsweg prüfen lässt. 

Darauf aufbauend entwickeln und optimieren wir die erforderlichen Fertigungsprozesse und schaffen die Voraussetzungen für die Serienfertigung. 

Mit dem Serienstart verändert sich der Schwerpunkt der Zusammenarbeit. Dann geht es vor allem darum, den etablierten Prozess zuverlässig fortzuführen. Auch darüber hinaus bleiben wir im Austausch, etwa wenn sich Stückzahlen verändern oder eine bestehende Lösung neu bewertet werden muss.

Als Mitglied im Medical Valley – Netzwerk, welche Impulse, Kooperationen oder Projekte möchten Sie hier aktiv mitgestalten, und wo sehen Sie besonderes Potenzial?

Das Medical Valley ermöglicht uns den fachlichen Austausch mit MedTech-Unternehmen, Geräteentwicklern und Forschungseinrichtungen.  

Besonderes Potenzial sehen wir bei Projekten, in denen die Material – oder Fertigungsfrage noch offen ist. Hier können wir unsere Erfahrung mit Technischer Keramik einbringen, die Eignung des Werkstoffs für die jeweilige Anwendung beurteilen und die fertigungstechnische Umsetzung bewerten. 

Interessant ist für uns insbesondere der Austausch mit Partnern, die neue technische Ansätze verfolgen und unsere Werkstoff- und Fertigungskompetenz bereits während der Entwicklung einbeziehen möchten. 

Das Netzwerk bietet dafür die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und daraus konkrete Entwicklungsprojekte entstehen zu lassen. 

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.