Beteiligung an Innovationsprojekten im Gesundheitswesen
– für die Medizintechnikindustrie

Startseite | Services | Innovationsprojekte im Gesundheitswesen

Eine Technologie zu entwickeln ist das eine. Zu belegen, dass sie im Versorgungsalltag funktioniert, ist das andere – und für den Marktzugang im Gesundheitswesen meist die höhere Hürde. Innovationsprojekte schließen genau diese Lücke: Sie erproben Lösungen dort, wo sie später wirken sollen.

Medical Valley EMN hat in den vergangenen fünf Jahren 60 Innovationsprojekte initiiert und dafür 30 Mio. Euro an Fördermitteln eingeworben. Unternehmen, Startups, Forschungseinrichtungen und Gesundheitsversorger können sich an laufenden Vorhaben beteiligen oder gemeinsam mit uns neue Projekte aufsetzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Innovationsprojekte erproben neue Technologien im realen Versorgungsalltag
  • 60 Innovationsprojekte in den letzten fünf Jahren, 30 Mio. € Fördermittel im selben Zeitraum
  • Beteiligung als Konsortialpartner, Technologiegeber oder Erprobungspartner möglich
  • Zugang zu Versorgungssettings: Kliniken, Praxen, Pflegeeinrichtungen
  • Geeignet für Unternehmen, Startups, Forschungseinrichtungen und Gesundheitsversorger

Was ist ein Innovationsprojekt – und worin unterscheidet es sich von F&E?

Ein Innovationsprojekt im Gesundheitswesen erprobt und implementiert eine bereits entwickelte Lösung unter realen Bedingungen. Es beantwortet nicht die Frage „Funktioniert die Technologie?“, sondern „Funktioniert sie in der Versorgung – mit echten Anwendern, in bestehenden Abläufen, unter regulatorischen Bedingungen?“

Damit unterscheidet es sich von einem F&E-Kooperationsprojekte, das auf die Entwicklung neuer Technologien zielt. In der Praxis folgen beide oft aufeinander: Was im Verbundprojekt entwickelt wurde, wird im Innovationsprojekt in die Anwendung gebracht.

Typische Bestandteile eines Innovationsprojekts:

  • ein definiertes Versorgungssetting, in dem erprobt wird – etwa eine Klinik, eine Region oder ein Praxisnetz
  • Anwenderinnen und Anwender, die die Lösung im Alltag einsetzen und Rückmeldung geben
  • eine Begleitforschung, die Wirkung und Akzeptanz systematisch erfasst
  • eine Perspektive für die Überführung in die Regelversorgung

Wie Sie sich beteiligen können

Die Beteiligung an Innovationsprojekten ist in mehreren Rollen möglich. Welche passt, hängt davon ab, was Sie einbringen und was Sie erwarten.

Als Technologiegeber

  • Sie bringen eine Lösung ein, die im Versorgungsalltag erprobt werden soll
  • Sie erhalten Zugang zu Anwendern, Rückmeldungen und Validierungsdaten
  • Sie senken Ihr Entwicklungsrisiko, bevor Sie in die Skalierung investieren

Als Erprobungspartner aus der Versorgung

  • Sie stellen das Setting bereit – Klinik, Praxis, Pflegeeinrichtung
  • Sie erhalten frühzeitigen Zugang zu Technologien, die noch nicht am Markt sind
  • Sie gestalten mit, wie die Lösung auf Ihre Abläufe zugeschnitten wird

Als Konsortialpartner

  • Sie werden formal Teil des Projektverbunds und übernehmen ein Arbeitspaket
  • Sie partizipieren an der Projektförderung und an den Ergebnissen
  • Sie erhöhen Ihre Sichtbarkeit und Reichweite im Gesundheitsmarkt

Laufende Innovationsprojekte im Medical Valley

Die folgenden Vorhaben zeigen, in welchen Konstellationen Innovationsprojekte im Medical Valley EMN entstehen.

TI-Modellregion Franken

Im September 2023 erhielt Medical Valley EMN gemeinsam mit den Konsortialpartnern Bayern Innovativ Gesundheit und Monks – Ärzte im Netz von der gematik GmbH den Zuschlag für den Aufbau einer Telematikinfrastruktur-Modellregion in Franken (TIMO-Franken). Erprobt wird, wie Anwendungen und Dienste der Telematikinfrastruktur im Versorgungsalltag tatsächlich eingesetzt werden – von der elektronischen Patientenakte bis zum E-Rezept. Die Erkenntnisse fließen in den bundesweiten Rollout ein.

Health Care BY Your Side

Digitale Gesundheitsangebote sollen unkompliziert im Versorgungsalltag Verwendung finden, um eine effizientere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Das Vorhaben Health Care BY Your Side (HCBYS) verfolgt das Ziel, die Digitalkompetenz von Leistungserbringenden sowie Patientinnen und Patienten in Bezug auf Gesundheitsangebote zu stärken. Über unterschiedliche Formate wie Informationsveranstaltungen und Workshops werden sowohl Bürger:innen als auch Leistungserbringende in Bezug auf digitale Neurungen im Gesundheitswesen aufgeklärt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Projekt auf Kommunikationsarbeit, sowohl B2B als auch B2C.

digiDEM Bayern

digiDEM Bayern erprobt digitale Lösungen zur Unterstützung von Menschen mit Demenz sowie ihrer Angehörigen. Das Projekt steht beispielhaft für Vorhaben, die eine Technologie nicht isoliert testen, sondern in ein bestehendes Versorgungsnetz einbetten.

d.hip – Digital Health Innovation Platform

d.hip bündelt Aktivitäten an der Schnittstelle von digitaler Gesundheit, Forschung und Anwendung und bietet Anknüpfungspunkte für Organisationen, die digitale Gesundheitslösungen weiterentwickeln möchten.

digiDEM Bayern

digiDEM Bayern erprobt digitale Lösungen zur Unterstützung von Menschen mit Demenz sowie ihrer Angehörigen. Das Projekt steht beispielhaft für Vorhaben, die eine Technologie nicht isoliert testen, sondern in ein bestehendes Versorgungsnetz einbetten.

d.hip – Digital Health Innovation Platform

d.hip bündelt Aktivitäten an der Schnittstelle von digitaler Gesundheit, Forschung und Anwendung und bietet Anknüpfungspunkte für Organisationen, die digitale Gesundheitslösungen weiterentwickeln möchten.

Welche Vorhaben aktuell Partner suchen, ändert sich laufend. Sie können sich jedoch gerne als Kooperationspartner für eines unserer Projekte anbieten; auch über unsere bereits abgeschlossenen Projekte wie TEAM-X, EDIH DigiCare oder digiOnko erhalten Sie zusätzliche Einblicke in die Inhalte unserer Projektarbeit und unserer damit einhergehenden Erfahrung.

Wie läuft der Einstieg in ein Innovationsprojekt ab?

  1. Erstgespräch
    Wir klären, was Sie einbringen – Technologie, Versorgungssetting oder Fachkompetenz.

  2. Zuordnung
    Wir prüfen, welche laufenden Projekte zu Ihrem Vorhaben passen oder ob ein neues Projekt sinnvoller ist.

  3. Abstimmung im Konsortium
    Wir klären mit den Projektpartnern, ob und in welcher Rolle eine Beteiligung möglich ist.

  4. Formalisierung
    Wir regeln Beteiligung, Ergebnisrechte und – falls relevant – die Förderfähigkeit.

  5. Umsetzung
    Sie starten in der Erprobung, wir begleiten Koordination und Ergebnisverbreitung.

So finden Sie das passende Innovationsprojekt

Nicht jedes Projekt nimmt zu jedem Zeitpunkt neue Partner auf – Konsortien sind an Förderzusagen und Projektphasen gebunden. Ein frühes Gespräch erhöht die Chance, dass Ihr Vorhaben in ein laufendes Projekt passt oder Ausgangspunkt für ein neues wird.

Aktuelle Ausschreibungen und Veranstaltungen bieten zusätzliche Einstiegspunkte.

Stand: August 2026

Ihr Kontakt für eine direkte Auskunft

Häufige Fragen zur Beteiligung an Innovationsprojekten

Ein Innovationsprojekt erprobt eine bereits entwickelte Lösung unter realen Versorgungsbedingungen – in Kliniken, Praxen oder Pflegeeinrichtungen. Ziel ist der Nachweis, dass die Lösung im Alltag funktioniert und in die Regelversorgung überführt werden kann. Es unterscheidet sich damit von einem F&E-Projekt, das auf die Entwicklung neuer Technologien zielt.

Eine Beteiligung ist als Technologiegeber, als Erprobungspartner aus der Versorgung oder als formaler Konsortialpartner möglich. Ob ein Einstieg in ein laufendes Projekt möglich ist, hängt von dessen Phase und Förderzusage ab. Medical Valley EMN prüft, welche Vorhaben zu Ihrem Anliegen passen, und stimmt die Beteiligung mit dem Konsortium ab.

Die Telematikinfrastruktur-Modellregion Franken erprobt, wie Anwendungen und Dienste der Telematikinfrastruktur im Versorgungsalltag konkret eingesetzt werden. Medical Valley EMN erhielt den Zuschlag im September 2023 gemeinsam mit Bayern Innovativ Gesundheit und Monks – Ärzte im Netz von der gematik GmbH. Die Erkenntnisse dienen als Modell für den bundesweiten Einsatz.

Nein. Gesundheitsversorger beteiligen sich häufig ohne eigene Technologie, indem sie das Erprobungsumfeld bereitstellen. Sie erhalten dafür frühen Zugang zu neuen Lösungen und gestalten deren Ausrichtung mit. Auch Forschungseinrichtungen bringen häufig Methodik statt Produkt ein.

In der Regel ja. Innovationsprojekte im Gesundheitswesen werden auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene gefördert; für neue Versorgungsformen ist insbesondere der Innovationsfonds der gesetzlichen Krankenversicherung relevant. In den letzten fünf Jahren hat Medical Valley EMN 30 Mio. Euro an Fördermitteln in Innovationsprojekte stimuliert. Erfahren Sie mehr Details zu Fördermitteln über unseren Service Fördermittelakquise.

Stimmen aus unserem Netzwerk